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Forgetting Dad 2008

























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HDCAM, 16:9, stereo, 84 min., color, English









Forgetting Dad 2008



Es ist der 21. Mai 1990. Ein Mini-Van biegt auf den Parkplatz eines
Shopping Centers in Sacramento, Kalifornien ein, als ein Auto von hinten auffährt. Der
Fahrer des Vans steigt aus, besieht sich den Schaden und ist offensichtlich erleichtert,
dass der sich in Grenzen hält. Schließlich fährt er mit seiner Frau weiter. Sieben Tage
später erwacht er in einem fremden Bett neben einer Frau, die er nie zuvor gesehen hat;
im Spiegel fällt sein Blick auf ein Gesicht, das er zum ersten Mal in seinem Leben zu
sehen glaubt. Innerhalb weniger Sekunden sind die ersten fünfundvierzig Lebensjahre
dieses Mannes ausgelöscht worden – für immer. Innerhalb der achtzehn Jahre, die seit
jenem schicksalsträchtigen Autounfall vergangen sind, hat sich ein neuer Mensch
entwickelt: An die Stelle von „Old Richard“, wie der Mann sein früheres Ich nennt, ist
„New Richard“ getreten. Er trennte sich von seiner Familie und fing zusammen mit einer
neuen Freundin ein ganz neues Leben an, weit weg von seiner alten Existenz.
Der Filmemacher Rick Minnich ist der älteste Sohn von „Old Richard“. Viele Jahre nach
dessen „Neustart“ begibt sich der in Deutschland lebende Dokumentarist auf die Reise
zurück in die Heimat und in die Vergangenheit seines Vaters. Unterstützt von den
Erinnerungen seiner großen Patchworkfamilie und alten 8mm Home-Videos hinterfragt er
die Krankheit des Vaters wie auch die Verdächtigungen und Gerüchte, die schon bald
nach dem Gedächtnisverlust aufkamen. Denn Richard hinterließ nicht nur alle
Erinnerungen, sondern auch das Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt: Jahrelang
dachte die Familie, Richard habe durch eine Verletzung, zugefügt während des
Autounfalls, sein Gedächtnis verloren. Doch heute sagen die Gutachten etwas anderes.
Sie gehen viel mehr von einem psychischen Schaden, einem Trauma, aus. Doch für ein
Trauma benötigt es einen Grund.
Allmählich entspinnt sich aus den Erzählungen der Familienmitgliedern und alten Kollegen
das Bild eines Mannes, den Minnich nicht als seinen Vater kannte: Einen Vater mit
Frauengeschichten, ständig wechselnden Jobs, der seine Kinder schlug und in einem
Bankenbetrugsskandal verwickelt war. Der Regisseur erfährt von einem Mann, der so
stark unter Druck stand, dass ein Trauma möglich scheint. Oder waren dies alles Gründe
für eine ganz bewusste Flucht aus dem alten Leben?
Niemand weiß, was wirklich mit Richard nach dem Unfall geschah. Weder die Familie
seiner zweiten Frau, noch seine alte Familie. Sie alle stehen ratlos vor einem Geschehen,
dass sie nur mit Mühe verarbeitet haben und das sie immer noch bewegt. Bis heute hat
Richard seinem Sohn jedes Interview verweigert und lebt mit seine neuen Frau weit weg
© Hoferichter & Jacobs GmbH, Oktober 2009
Infomaterial zu „Forgetting Dad“ von R. Minnich & M. Sweetwood - 3 -
in Oregon. Nun will ihn Minnich, zusammen mit seinem Halbbruder Justin, besuchen. Sie
wollen wissen, was wirklich passiert ist und die eine alles entscheidende Frage stellen: Ob
er sich denn wirklich nicht an sie erinnern kann...
Facettenreich, subtil und spannend wie ein Krimi ist die Spurensuche Rick Minnichs nach
seinem Vater und dessen Geschichte. Der Film beeindruckt durch die sehr direkten und
persönlichen Einblicke in die Gefühle der Familie, die auf sehr unterschiedliche Weise mit
dieser traumatisierenden Situation umgeht. Doch er ist mehr als ein Familienfilm: Über
die persönliche Geschichte dieses Mannes und seiner Familie hinaus stellt er die
universelle Frage nach der Konstruktion der eigentlichen Wirklichkeit und nach der
eigenen Identität.




< deutsch >



“If your father no longer remembers you, does he stop being your father?” This is the poignant question posed by filmmaker Rick Minnich in the opening scene as he seeks answers for the reasons behind his father’s total amnesia following a minor car accident in 1990. A week after the accident, Richard Minnich no longer recognized any of his family or friends, and he couldn’t perform even the simplest of tasks. The doctors were baffled. His family members — three children from Richard’s first marriage and Richard’s second wife and their two children — were supportive, yet everyone instinctively knew something was terribly wrong. Sixteen years after the accident, Rick returns to his family’s home in California and begins to investigate, only to discover no one — not his two wives, his five children, or his former colleagues — truly knows the real Richard Minnich. Part memoir, part detective story, FORGETTING DAD uses home movie clips and probing interviews to create a deeply personal, painful look at how one man’s choices rippled through the lives of each member of his family.




Written, directed and edited by Rick Minnich & Matt Sweetwood
Director of Photography Axel Schneppat
Additional camera Matt Sweetwood, Marcus Winterbauer, Rick Minnich, Doug Hawes-Davis
Sound Recordists Rick Minnich & Matt Sweetwood
Sound Design & Mix Raimund von Scheibner
Original Score Ari Benjamin Meyers
Music Performed by Deutsches Filmorchester Babelsberg
Conducted by Ari Benjamin Meyers
Production Hoferichter & Jacobs GmbH
in co-production with ZDF-Das kleine Fernsehspiel
in association with
Rickfilms
World Sales Off the Fence
Theatrical distribution (Germany) W-Film